Bau eines Insektenhauses – Teil 3

Vor einiger Zeit hatte ich Euch schon im ersten Teil und im zweiten Teil über eine mögliche Variante zum Eigenbau eines effektiven und nützlichen Wildbienenhauses informiert. Heute nun möchte ich das Wildbienenhaus (fast) komplettieren, in dem die letzten freien Stellen noch mit weiteren Nisthilfen bebaut werden. Die Betonung liegt auf fast, denn der kleine Kasten rechts unten wird noch frei bleiben. Dort versuche ich mich an einer „Sandsteilwand“ im Miniaturformat. Eine Idee, auf die ich bei Wildbee.ch-> aufmerksam geworden bin.Solche Sandwände sind wichtig, da sie von Arten besiedelt werden können, die generell den Einzug in Röhrchen oder Bohrlöcher meiden, da sie nicht ihrem natürlichen Lebensumfeld entsprechen. Sandsteilwände sind in der Natur ebenfalls immer seltener zu finden, somit geht auch Lebensraum für dort brütende Arten zunehmend verloren. Über meine Versuche, die richtige Mischung für eine Sandsteilwand zu finden, berichte ich im Frühjahr, wenn das Wetter einen „Freiluftversuch“ zulässt, ohne dass mir die Finger abfrieren.

Kommen wir zum heutigen dritten und vorerst letzten Bauabschnitt.

Für die freie Ecke links oben habe ich mir etwas sehr experimentelles einfallen lassen. Ob es funktionieren wird weiß ich nicht? Jedoch brachten mich die an den Seiten bereits fixierten markhaltigen Stängel auf eine Idee. Was an der Seite funktioniert, könnte doch auch innerhalb des Kastens zum Erfolg führen. Da ich im Internet keine vergleichbaren Aufbauten fand entschied ich mich dazu, es auszuprobieren.

Zunächst habe ich eine größere Anzahl an markhaltigen Stängeln von einer frisch abgeschnittenen Brombeerranke auf die passende Länge gekürzt. Die Stiele sind zwischen 7 und 11 cm lang. Ich hoffe nicht zu kurz, um von Wildbienen besiedelt zu werden? Außerdem könnte die Positionierung kopfüber sowie der geringe Abstand zu dem Holzscheit ein mögliches Hindernis darstellen? Um zu späterem Zeitpunkt ggfs. Anpassungen vorzunehmen habe ich eine „Trägerplatte“ verwendet. Diese habe ich in Abständen von ca. 4-5 cm mit entsprechend großen Löchern angebohrt (nicht durchgebohrt!), sodass die Stiele hinein passen. Jetzt jeweils einen Klecks Heißkleber auf die Bohrlöcher und die Stängel darin fixiert.

Nachdem alle Stängel auf der Trägerplatte angeklebt sind wird die Trägerplatte mit 3 Schrauben kopfüber im Rahmen des Wildbienenhauses befestigt. Ein mögliches Hemmniss für die Besiedlung könnte allerdings der relativ geringe Platz zwischen den Stängeln und dem darunter liegenden Holzscheit sein, oder aber die zu kurzen Stängel. Wie sagt man so schön:“Probieren geht über Studieren“. Ich werde beobachten und berichten. 😉

Zu guter letzt werden dann noch große Spalten und Freiräume zwischen den einzelnen Holzstäben mit trockenem Füllmaterial ausgestopft. In den Löchern könnten sich ansonsten zu leicht Raubwespen verstecken, die ihre Parasiten zu gerne in die Brut der Wildbienen ablegen. Solche Gäste wird man ohnehin immer wieder am Wildbienenhaus begrüßen können, da sie zu den natürlichen Vorgängen einfach dazu gehören. Jedoch bin ich der Meinung, man sollte es ihnen nicht allzu leicht machen und solche hervorragenden Verstecke möglichst minimieren. Dabei helfen entweder dünne Schilfrohre, oder aber man stopft etwas trockenes Heu oder Gras in die Spalten. So sieht es nun aus. Das Frühjahr kann starten, die Wildbienen können einziehen.

8 Comments on “Bau eines Insektenhauses – Teil 3

  1. Ich habe noch eine Frage zu dem Insektenhaus. Da ich in meinem Garten viele Vögel habe ,sollte ich ein Schutznetz vor das Haus anbringen, damit es nicht zur Versorgensstelle für die Vögel wird.

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  2. Das sieht absolut toll aus. Kann ich auch eins haben 😉 Das Einzige, was mich irritiert: wieso hast du die Stengel kopfüber aufgehängt? In der Natur klettern die Insekten ja eigentlich von oben hinein, so, wie die Pflanzen gewachsen sind? Was natürlich nicht heißen muß, daß sie es so rum auch tun. Bin gespannt!

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