Bau eines Insektenhauses – Teil 2

Im ersten Teil der Serie hatte ich Euch ja schon über die Auswahl einiger Materialien informiert, mit denen ich im letzten Herbst den ersten Abschnitt meines Insektenhauses begonnen hatte. In den letzten Tagen setzte ich nun die Arbeit fort und erweiterte die Nisthilfen um einige Punkte.

Zunächst hatte ich noch einen alten Gerätestiel entdeckt, der dran glauben musste. Den Stiel habe ich zunächst in Abschnitte von 10 cm Länge gekürzt und dann mit verschiedenen Durchmessern zwischen 3 und 8 mm gebohrt. Hierzu sollte man noch erwähnen, dass die Bohrungen sehr sauber ausgeführt sein sollten. Die Bohrlöcher sollten frei von Holzsplittern und Fransen an den Innenwänden sein, da sich daran die späteren Bewohner zu schnell die Flügel verletzen könnten. Am besten erreicht man dies, in dem man immer nur ca. 1cm tief bohrt, dann den Bohrer wieder zurückzieht, um das bereits abgetragene Bohrmehl aus dem Bohrloch zu entfernen. Danach wieder einen cm tiefer bohren als zuvor usw. Den Vorgang mehrmals wiederholen, bis die komplette Bohrerlänge im Holz verschwunden ist. Einen intakten Bohrer vorausgesetzt erreicht man so ein besonders sauberes „Bohrergebnis“. Zuletzt die Front sowie die Ränder der Bohrlöcher noch mit Schmirgelpapier säubern und fertig.

Holzscheite mit Längsholzbohrung

Danach wurde ein Holzscheit aus Buchenholz nach demselben Schema mit Bohrlöchern verschiedener Durchmesser angebohrt. Hierbei sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass man nicht den Fehler macht, wie er in fast allen Baumarkt-Insektenhotels zu sehen ist und ins Stirnholz bohrt, sondern immer das Längsholz nutzt. Das Holz muss natürlich auch ausreichend trocken sein. Frisches Holz funktioniert nicht!

Den Holzscheit habe ich soweit es ging entrindet (ein paar kleine Rindenteile sind noch dran, ich hoffe das macht nichts?). Die Ränder der Bohrlöcher wieder mit Schmirgelpapier gesäubert und im Insektenhotel eingesetzt. Voila! 😀

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Die Splitter und unsauberen Ränder der Bohrlöcher müssen noch mit Schmirgelpapier gesäubert werden!

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nach machte ich mich noch an eine pieksige Aufgabe. Unsere Nachbarin hat im Garten ein paar wilde Brombeersträucher, die Jahr für Jahr zurückgeschnitten werden, da sie ganz schön wuchern. Die markhaltigen Stängel der Brombeere sollen als Nisthilfe besonders beliebt sein (siehe auch Webseite von Naturgartenfreunde.de ->). Vier Brombeerranken auf die richtige Länge gekürzt geben dem Insektenhaus nun einen stacheligen Rahmen 😁. Die Ranken habe ich mit Gartenbindedraht fixiert. Hierbei sollte man darauf achten, dass die Ranken stets senkrecht positioniert werden, da diese dann besser angenommen werden. (Die Brombeerranken brachten mich dann auf eine Idee, die ich im dritten Teil vorstellen werde.)

So sieht es nun aktuell aus, das Insektenhaus. Bald folgt der dritte und letzte Teil der Serie. Ihr könnt gespannt sein, wie es weitergeht.

18 Comments on “Bau eines Insektenhauses – Teil 2

  1. Pingback: Bau eines Insektenhauses – Teil 1 – Biene und Vogel

      • Ich denke bzw. hoffe das auch. Aber manchmal ist es ja so, dass die Tierchen nicht so auf die Züchtungen stehen. Vielleicht macht das ja aber nix, obwohl hierbei das Gehölz quasi umgezüchtet wurde mit Stacheln wech. Weiß nicht, wie anspruchsvoll die Bienen da sind.

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      • Wie sagt man so schön:“Probieren geht über studieren.“ Ich denke einen Fehler macht man da nicht wenn man es ausprobiert. Mehr als von den Stängeln fernbleiben können Sie ja nicht. Ich wünsche Dir viel Erfolg beim ausprobieren 👍

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      • Sind denn auch seltene Arten dabei – soweit du die Minibienen überhaupt identifzieren kannst? Da hörts bei mir ja meistens auf, wenn es um diese Kleinst-Grabwespen und Furchenbienen geht. Die sind meist zu schnell wieder weg, als daß man sie mal in Ruhe studieren könnte, die flinken Dinger! Den Gefallen könnten sie und doch mal tun finde ich, ein ruhiges Fotoshooting mit Wildbiene/wespe 🙂

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      • Die Frage werde ich erst in diesem Jahr beantworten können. Ich habe mich zwar die letzten Jahren immer mehr um einen Wildbienenfreundlichen Gartenbau bemüht. So richtig habe ich die Besucher meines bisherigen Insektenhotels jedoch noch nie unter die Lupe genommen. 😅 Richtig dokumentieren will ich erst ab diesem Jahr. Allerdings habe ich vorletztes Jahr mal eine „Große Wollbiene“ auf Sedum identifizieren können.

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  2. Pingback: Bau eines Insektenhauses – Teil 3 – Biene und Vogel

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